Teide Tour Tenneriffa

Gut zu Fu├č ­čÖé

Im Februar 2017 ├╝berzeugte mich mein Freund Chris von der atemberaubenden Tour vom Strand bis auf den Teide auf der wundersch├Ânen Insel Teneriffa.

Ziel war es nat├╝rlich, es an einem Tag zu absolvieren. Zum Sonnenuntergang, 19 Uhr, wollten wir oben am Krater stehen. Demnach hie├č es auch hier wieder fr├╝h aufstehen, 5:30 Uhr. Mit dem Taxi fuhren wir zu unserem Startpunkt am Strand. Nach den ersten Impressionen am Meer und einem Startfoto ging es um 7 Uhr los.

Und das gleich sehr steil^^. Die ersten Meter und H├Âhenmeter f├╝hrten uns durch Stra├čen und bewohntes Gebiet und wir konnten den Charme der kleinen G├Ąschen und Inseln aufnehmen. Erste Pause auf ca. 800 H├Âhenmetern und unsere Shirts waren schon v├Âllig durchgeschwitzt. Von nun an begannen so langsam die Wanderwege und wir tauchten mehr und mehr in die Natur ein. Weiter bergauf ging es durch wundervolle W├Ąlder. Wir begegneten keiner Menschenseele und genossen die Ruhe. Wobei Ruhe auch zumindest bei mir nur zu Teilen vorhanden war. Mir ging es k├Ârperlich gar nicht mehr so gut und ich habe ein intensives Selbstgespr├Ąch gef├╝hrt. Bis zur n├Ąchsten Pause hatten wir insgesamt ca. 13km absolviert und waren auf knapp 1300 H├Âhenmetern. Bis dahin ging es wirklich nur bergauf. Es gab keine Passage, die einem eine kurze Verschnaufpause verschaffte. Ich musste mich setzen, dringend etwas Essen und Trinken und ich brauchte einen Powernapp. Das war meine Rettung.

Nach wenigen H├Âhenmetern hatten wir dann auf dem Weg ein kleines Plateau erreicht. Hier konnten wir relativ z├╝gig gute Laufkilometer machen bevor es dann wieder nur noch bergauf ging. Trotz Sonnenschein wurde es langsam k├╝hler und wir zogen uns suckzessive immer mehr Kleider an. Wir erreichten die erstarrten Lavaz├╝ge und stiegen in ihnen aufw├Ąrts. Gef├╝hlt hat man pro Schritt immer zwei bis drei Treppenstufen auf einmal genommen. Nun wei├č ich, warum man in den Vorbereitungen viel Treppen steigen sollte. Der K├Ârper meldete sich nicht, sondern er war durch die Ersch├Âpfung omnipr├Ąsent da. Die Ansteuerung lief bei mir noch ganz gut, aber ich sp├╝rte die Erm├╝dung. Mitten in der Lavazunge gab es ca. auf 3400m H├Âhe noch einmal eine Mini-Ebene, wo keine H├Âhenmeter zu absolvieren waren. Das war mein n├Ąchstes Ziel. Und ich habe mich so sehr danach gesehnt. Der Horizont nach oben viel sehr kurz aus und ich habe mich immer motiviert, "bis da oben zum H├╝gel und dann hast du die Ebene erreicht". Doch ich sollte mehrmals eines besseren belehrt werden^^. Lachende Verzweiflung machte sich breit. Wir beide allein, mitten im Berg, kein Ende in Sicht, die Sonne bzw. UV-Strahlung knallt und wir m├╝ssen weiter bergauf.

Ebene erreicht, Pause. Wobei es keine wirkliche Pause war. Wir waren im Schatten und es war sehr windig. Ca. 5┬░ Lufttemperatur. Jetzt hie├č es schnell dicke Sachen anziehen . An einem kleinen Schwefelloch konnten wir uns gl├╝cklicherweise die H├Ąnde w├Ąrmen. Kurz ├╝ber die Ebene kamen wir wieder zur Sonnenseite und tankten hier f├╝r 5 Minuten noch einmal Kraft f├╝r den Schlussanstieg. Die letzten 300 H├Âhenmeter vergingen dann wie im Fluge. Der Weg war auch etwas mehr pr├Ąpariert, wodurch auch nicht mehr die ganz gro├čen Ausfallschritte ben├Âtigt wurden. Und dann war es soweit. Wir standen Arm in Arm auf dem h├Âchsten Stein, den der Krater zu bieten hatte, p├╝nktlich um 18:30 Uhr. Der Sonnenuntergang war einmalig!

Nun lasse ich die Bilder sprechen :).

TeideGPS